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Extrempianist

uniscene.de

Ein echtes Highlight war dagegen zu später Stunde die Performance des Pianisten Sebastian Berweck und des großartigen Sängers und Darstellers Daniel Gloger. Hier war jene Freiheit zu spüren, die Moss in seinem Vortrag beschworen hatte. Die Freiheit von jedweder stimmlichen oder instrumentalen Beschränkung ebenso wie die Freiheit vom erstickenden Anspruch, jederzeit große Kunst produzieren zu müssen. Und hier erlebte nun auch das klassische (Kunst)-Lied mit Klavierbegleitung in Gestalt von Rihms Wölfli-Liederbuch eine Wiedergeburt aus dem Geiste der Groteske: Alleine einen falsettierenden Sänger, der auftritt wie eine Reinkarnation von Oliver Hardy, zu einer Kinderliedbegleitung von Wölflis Zeile »Ich scheiß Dihr in, die Augen!« deklamieren zu hören, war schon die lange Nacht wert.

Ilja Stephan, Positionen


Es war mir eine Freude die Aufnahmen der Keyboard Studies Eins und Zwei zu bekommen. Sie klingen höchst brilliant und sind eine exzellente Interpretation dieser Stücke.

Terry Riley
Sebastian Berweck ist ein Musiker, wie man ihn sich für die Erarbeitung Neuer Musik nur wünschen kann.

Mathias Spahlinger
Einer der besten Janácek–Interpreten unserer Zeit und ein großer Beethovenspieler.

Paul Badura–Skoda
He's crazy.

Ältere Dame, Stanford 2004
...der perfekte Pianist...

Fränkischer Tag
Sebastian Berweck hinterließ... einen hervorragenden Eindruck

Badische Zeitung
... zeigte sich Berweck als Meister des Pianospiels. Die Kunst, leise und dennoch klar und präzise zu spielen, mag jeder Pianist bis zum Überdruß üben, ohne sich je ganz sicher dabei zu fühlen. Berweck bildete damit das schwere, tiefe Adagio zum Hörgenuß aus.

Südkurier
Kein Zweifel, Berweck stand mit der Interpretation des vierten Klavierkonzertes [Beethovens] für den Höhepunkt des Programmes ein.

Neckarquelle

Das Programm kann nur als in jedem Bezug als hochkarätig bezeichnet werden. Zum einen forderten die werke gestalterische Überzeugungskraft von hohen Maßen ab, andererseits glüht in einigen von ihnen eine virtuose Lava der Sebastian Berweck freien Lauf ließ, so zum Beispiel in Liszts unverwüstlich populärer zweiten "Ungarischen Rhapsodie", bei welcher dem Publikum schier der Atem stockte.

Schwarzwälder Bote
Wie lange der angeschlagene Ton eines Flügels doch nachhallen kann! Und wie klingt das gemeinsame Schwingen zweier Obertöne? Dass solche Klangexperimente, wie sie N.A. Huber in seinen "Disappearances" vorgezeichnet hat, hochspannend sein können, ist auch ein Erfolg des Pianisten Sebastian Berweck. Als Spezialist für das Zeitgenössische bringt er die Hingabe mit, die fast minimalistischen Klangexerzitien Hubers zu einer perfekten Versuchsanordnung aufzubauen.

Nürnberger Zeitung
Sebastian Berweck, den man bald wieder in Bamberg hören möchte, spannte in N.A.Hubers "Disappearances" meditative Ostinati, handgedämpfte Basstöne oder Mittellage-Flageolett-Effekte, rasante Tonrepetitionen unter einen großen Bogen, und übertrug seine Konzentration vollkommen auf das atemlose Publikum.

Fränkischer Tag
Ebenfalls ganz nach innen, auf das Interieur menschlicher Wahrnehmung nämlich, zielen Nicolaus A.Hubers "Disappearances" für Klavier. Ein faszinierendes Opus aus dem Jahre 1995, das in seiner Fixierung auf das Woher und Wohin einzelner Klänge gewisse Bezüge zum Werk Morton Feldmans aufweist. Sinnlich, geradezu lasziv kann solche Forschung klingen, wenn sie in die Hände eines Musica-Nova-Spezialisten gerät, wie Sebastian Berweck einer ist.

Nürnberger Nachrichten

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 28 März 2009 )